WEIHER

ARCHITEKTUR

Von Wasser umgeben

Schon in der Antike stellte man Gebäude auf Inseln oder liess einen Fluss um sie herum fliessen, um vor Angriffen geschützt zu sein. Auch in unserer Gegend gab es ein paar solcher Wasserburgen, die später zu Wasser- oder Weiherschlössern umfunktioniert wurden.

  • Das Binninger Schloss
    Das Binninger Schloss wurde 1292 erbaut, fiel dem Erdbeben von 1356 zum Opfer und wurde ca. 1419 wieder aufgebaut. Es gehörte mehreren Basler Bürgern und war wegen seiner Lage mitten in einem Weiher sehr beliebt. Der ehemalige Eingang besass ein Vorwerk mit Zugbrücke und war nur durch eine Holzbrücke über den Weiher zu erreichen. 1772 wurde der Weiher aufgefüllt, die Türme wurden verkleinert und das Gebäude um zwei Geschosse verkleinert. 1960 kaufte die Gemeinde Binningen das Schloss; 2007 erhielt das Schloss eine neue, nicht unumstrittene Treppe.

  • Als Erinnerung an den ehemaligen Weiher wurden beim Binninger Schloss kleine runde ‹Weiherchen› aufgestellt.

  • Schloss Pratteln

    Auch das hübsche quadratische Pratteler Schloss war ursprünglich ein Weiherschloss. Es wurde 1275, resp. nach dem Erdbeben von den Herren von Eptingen erbaut und gehörte vielen Basler Bürgern. 1773 kam es zur Gemeinde Pratteln, die es umbaute und den Wassergraben trocken legte. 1965–67 fand eine Totalrestaurierung statt, bei welcher der spätmittelalterliche Zustand wieder hergestellt wurde. Heute wird das Schloss durch die Gemeindeverwaltung genutzt. 

  • Das Inzlinger Wasserschloss

    Die grenznahe Lage von Inzlingen war prägend für die Geschichte dieses Weiher- oder Wasserschlosses, welches auch Schloss Reichenstein genannt wurde. Urkundlich zum ersten Mal erwähnt wurde es 1470. Mehr zur Geschichte über das Inzlinger Wasserschloss finden Sie hier.

  • Schloss Bottmingen

    Das in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts erbaute Schloss Bottmingen ist die einzige erhaltene Wasserburg im Leimental. Es wurde 1645 von einem pfälzischen Adligen im Stil des Frühbarocks umgebaut; 1720 erhielt es die Gestalt eines französischen barocken Landsitzes. 1780 liess der damalige Besitzer Martin Wenk aus Basel den Turm und die Mauern des Südostwinkels abtragen und schuf so die heutige Gartenterrasse. Im 19. Jahrhundert entstand der englische Park; die letzten Schlossherren, die das Gut als privaten Sommersitz genossen, waren die Banquiers Heinrich und Peter Oswald. 1887 wurde ein Restaurant eingerichtet; 1957 übernahm der Kanton des Schloss; der Restaurations-Betrieb wurde aufrecht erhalten. 

Fotos: Christian Lienhard

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Von Wasser umgeben

Schon in der Antike stellte man Gebäude auf Inseln oder liess einen Fluss um sie herum fliessen, um vor Angriffen geschützt zu sein. Auch in unserer Gegend gab es ein paar solcher Wasserburgen, die später zu Wasser- oder Weiherschlössern umfunktioniert wurden.

Das Binninger Schloss

Das Binninger Schloss wurde 1292 erbaut, fiel dem Erdbeben von 1356 zum Opfer und wurde ca. 1419 wieder aufgebaut. Es gehörte mehreren Basler Bürgern und war wegen seiner Lage mitten in einem Weiher sehr beliebt. Der ehemalige Eingang besass ein Vorwerk mit Zugbrücke und war nur durch eine Holzbrücke über den Weiher zu erreichen. 1772 wurde der Weiher aufgefüllt, die Türme wurden verkleinert und das Gebäude um zwei Geschosse verkleinert. 1960 kaufte die Gemeinde Binningen das Schloss; 2007 erhielt das Schloss eine neue, nicht unumstrittene Treppe.

Als Erinnerung an den Weiher wurden kleine runde ‹Weiherchen› aufgestellt. 

Schloss Pratteln

Auch das hübsche quadratische Pratteler Schloss war ursprünglich ein Weiherschloss. Es wurde 1275, resp. nach dem Erdbeben von den Herren von Eptingen erbaut und gehörte vielen Basler Bürgern. 1773 kam es zur Gemeinde Pratteln, die es umbaute und den Wassergraben trocken legte. 1965–67 fand eine Totalrestaurierung statt, bei welcher der spätmittealterliche Zustand wieder hergestellt wurde. Heute wird das Schloss durch die Gemeindeverwaltung genutzt. 

Das Inzlinger Wasserschloss. Mehr über seine Geschichte finden Sie hier.

Schloss Bottmingen

Das in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts erbaute Schloss Bottmingen ist die einzige erhaltene Wasserburg im Leimental. Es wurde 1645 von einem pfälzischen Adligen im Stil des Frühbarocks umgebaut; 1720 erhielt es die Gestalt eines französischen barocken Landsitzes. 1780 liess der damalige Besitzer Martin Wenk aus Basel den Turm und die Mauern des Südostwinkels abtragen und schuf so die heutige Gartenterrasse. Im 19. Jahrhundert entstand der englische Park; die letzten Schlossherren, die das Gut als privaten Sommersitz genossen, waren die Banquiers Heinrich und Peter Oswald. 1887 wurde ein Restaurant eingerichtet; 1957 übernahm der Kanton des Schloss; der Restaurationsbetrieb wurde aufrecht erhalten. 

Fotos: Christian Lienhard